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Baubiologe Weis

Baubiologie Plauen
Dipl.Ing.(TU) Rüdiger Weis
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Tel. 03741 472878

Sachverständiger für die Erkennung und Bewertung von Schimmelpilzschäden (TÜV)

Baubiologie Plauen - geprüfte Qualifikation

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Wohngifte und Schadstoffe


Asbest

Was genau ist Asbest?
"Asbest ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene, natürlich vorkommende, faserförmige Silikat-Minerale, die an vielen Stellen der Erde in der Erdkruste eingebettet sind. Asbest kann in zwei Hauptgruppen unterteilt werden; dem Amphibol (Krokydolith) und Serpentin (Chrysotil). Es sind auch diese beiden Materialien, die am häufigsten in Gebrauchsmaterialien eingesetzt wurden."*

Die Hauptabbaugebiete waren der Ural, Kanada, Brasilien und Südafrika. Heute wird Asbest vor allem noch in einigen Nachfolgestaaten der ehemaligen UdSSR im Tagebergbau gefördert.

Wofür wurde Asbest verwendet?
Bis Ende der 70 Jahre wurde Asbest weltweit als "Standard Baustoff" hauptsächlich zur Sicherstellung des Brandschutzes eingesetzt. Die Gefährlichkeit von Asbest war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt - es gab keine Verbote zur Verwendung von Asbestprodukten.

Asbest wurde auch "Wunderfaser" genannt, weil es eine große Festigkeit besitzt, hitze- und säurebeständig ist, hervorragend isoliert und verwoben werden kann. Mit diesen Voraussetzungen konnte sich Asbest in der Schifffahrtsindustrie, Isolationsindustrie der Bauindustrie und der Autoreifenindustrie durchsetzen. Aufgrund der inzwischen eindeutig festgestellten Gesundheitsgefahren, die von Asbest ausgehen, ist der Einsatz heute in vielen Ländern verboten.

Welche Arten von Asbest unterscheidet man?
Als schwach gebundene Asbestprodukte (Spritzasbest) im Sinne der Asbest Richtlinie werden Asbestprodukte mit einer Rohdichte unter 1.000 kg/m³ bezeichnet. Von schwach gebundenen Asbestprodukten in Gebäuden können durch Alterung und äußere Einwirkungen, wie zum Beispiel Luftbewegungen, Erschütterungen, Temperaturänderungen und mechanische Beschädigungen, Asbestfasern in die Raumluft freigesetzt werden.

Aufgrund des Zusatzes von zementhaltigen Bindemitteln wird ab einer Rohdichte von 1400 kg/m³ von gebundenem Asbest (Asbestzement) gesprochen. Da die Asbestfasern relativ fest gebunden sind, ist eine Faserfreisetzung ohne mechanische Einwirkung nicht oder nur in geringem Umfang zu erwarten.
Zwischen 1.000 kg/m³ und 1.400 kg/m³ erfolgt die Einstufung im Einzelfall.

Wann ist Asbest gesundheitsschädigend?
" Beim Umgang mit Asbest und dem Bearbeiten asbesthaltiger Materialien werden Asbestfasern freigesetzt. Gelangen diese in die Lunge, können sie die sogenannte Asbestose auslösen. Dabei handelt es sich um eine Schädigung des Bindegewebes, welche Atemnot, Lungenfunktionseinschränkungen und in schweren Fällen Ateminvalidität zur Folge haben kann. Sie erhöht ebenfalls das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Die Exposition zusammen mit anderen Schadstoffen kann das Lungenkrebsrisiko noch vergrößern. So ist bei Rauchern das Lungenkrebsrisiko bei Asbestbelastung wesentlich höher als bei Nichtrauchern. Außerdem ist Asbest einer der wichtigsten Auslöser eines Tumors des Rippen- und Lungenfells.

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Eulan WA

Eulan WA neu wurde bis Ende der 80er Jahre als Mottenschutzmittel von einer deutschen Firma produziert und vertrieben.

Wir finden noch heute, häufig in Wollteppichen oder Wollteppichböden, die vor diesem Jahr hergestellt wurden, das Biozid in unseren Wohnungen.

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Flammschutzmittel

Flammschutzmittel finden ihre Anwendung vorwiegend als Zusatz in PU-Schaum. Diese werden in Polstermöbeln, Matratzen, Teppichrücken etc. verwendet.

Außerdem finden Flammschutzmittel in Farben und Lacken ihre Verwendung

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Formaldehyd

Formaldehyd ist eine gasförmige, organische Verbindung, die in der Natur u. a. bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material entstehen kann. Es gibt auch einige Pflanzen und Tiere, die Formaldehyd oder sein Oxidationsprodukt Ameisensäure enthalten. Formaldehyd wird technisch in sehr großen Mengen hergestellt. Auch Raucher produzieren Formaldehyd. Es wird außerdem zur Desinfektion und Konservierung von Kosmetik Produkten eingesetzt. Aber auch zur Herstellung von Spanplatten, Klebern, Lacken oder Farben.

Die Aufnahme von Formaldehyd erfolgt überwiegend über die Atmung.

Auswirkungen von Formaldehyd können sein:
Husten, Kopf- und Ohrenschmerzen, Nasen- und Halsentzündungen. Dazu sind allgemeine Zeichen des Unwohlseins wie Atem- und Kreislaufbeschwerden, Schwindelgefühl, Übelkeit bis hin zu Erbrechen, Schlaflosigkeit, Nervosität, Depressionen, Stressanfälligkeit, Störungen des Erinnerungsvermögens sowie allergische Erkrankungen (auch Asthma) möglich. Chronische Belastung mit ständiger Reizung der Atmungsorgane lässt die Schleimhäute anfällig werden gegenüber Pollen, Schimmelpilzen und anderen Umwelt¬giften. Dies führt wiederum zu weiteren allergischen Reaktionen. Als Folge chronischer Einwirkung sind auch Nieren-, Leber- und Lungenschäden möglich.

Bei Personen mit einem gestörten Formaldehydstoffwechsel wurden Störungen des zentralen Nervensystems beobachtet: Konzentrationsstörungen, Wortfindungsstörungen, Übelkeit, Unruhe (häufig mit Diarrhöe), auch Erbrechen. Diese Symptome werden oft als psychosomatische Beschwerden gedeutet.

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Künstliche Mineralfasern KMF

KMF sind eine große Gruppe synthetisch hergestellter Fasern. Sie werden häufig als Dämmmaterial, z.B. Glas- oder Steinwolle eingesetzt, aber auch für textile Zwecke, für die Verstärkung von Kunststoffen oder für optische Zwecke (Lichtleitfasern) verwendet.K

MF besitzen ähnliche technische Eigenschaften wie Asbest. Als KMF bezeichnet man anorganische Synthesefasern. Sie werden aus der mineralischen Schmelze über unterschiedliche Düsen- oder Schleuderverfahren gewonnen. Zur Herstellung von Glaswolle werden z.B. Mischungen aus Flaschenglas oder Fensterglas (ca. 60%) mit Sand, Soda und Kalk sowie Zusätzen von Chemikalien und Flussmitteln verwendet.

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Lindan

Lindan ist ein Insektizid, das vor allem in Holzschutzmitteln verwendet wurde. Es kommt praktisch überall in Spuren in der Umwelt vor. Der Einsatz als Insektengift erfolgte oft in Form von Sprays, Streifen und Ameisenpulvern.

Lindan ist laut Gefahrstoffverordnung als giftig beim Einatmen, Verschlucken oder bei Berührung mit der Haut eingestuft. Lindanhaltige Materialien müssen gekennzeichnet sein mit diesem Hinweis sowie mit den Hinweisen: „Reizt die Augen und die Haut“ sowie „Sehr giftig für Wasserorganismen“.

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Methoxychlor

Methoxychlor ist ein Insektizid gegen Insekten und wird z.B. gegen Kirschfruchtfliegen oder Rapsschädlingen eingesetzt.

Es bestehen vom Aufbau her, Ähnlichkeit zu DDT und PCB sowie den Schildrüsenhormonen, so dass eine hormonelle Wirkung anzunehmen ist.

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Mykotoxine

Mykotoxine oder Schimmelpilzgifte sind Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, die für Menschen und Tiere giftig sind.

Im Haus binden sich Mykotoxine an den Mikrostaub und gelangen so in alle Lebensbereiche.

Mykotoxine wirken bereits in kleinen Mengen äußerst toxisch. Nicht zu verwechseln sind diese mit den Toxinen der Giftpilze (z.B. Fliegenpilz) und deren Hefen.

Wie wirken Schimmelpilzgifte?
Man unterscheidet zwischen akuten und chronischen Vergiftungen. Geschädigt werden vor allem Leber und Nieren, Haut- und Schleimhäute und das zentrale Nervensystem. Das Immunsystem kann geschwächt werden und es können hormonähnliche Wirkungen auftreten.

Schimmelpilzgifte können kanzerogen (krebserzeugend), teratogen (fruchtschädigend, z.B. Missbildungen beim Embryo) und mutagen (erbschädigend) wirken. Neurotoxine können u.a. Krämpfe und Zittern hervorrufen und sogar tödlich wirken.

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PCB (Polychlorierte Biphenyle)

Sind seit 1989 verboten. Auch der Vertrieb von PCB ist oberhalb von bestimmten Mengen verboten.

PCB kann Störungen des Immun- und Nervensystem verursachen,
Sind Quellen und PCB haltige Materialien bekannt, müssen diese umgehend entfernt werden.

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PCP (Pentachlorphenol)

PCP wurde über Jahre als Fungizid gegen Pilzbefall und Insektenbefall eingesetzt.
Haupteinsatz war die Verwendung in Holzschutzmitteln, die zur Behandlung von Holz in Innenräumen, z.B. an Vertäfelungen oder im Wandaufbau eingesetzt wurden.

Außerdem wurde PCP in Wohnräumen durch Imprägnieren von Leder (Schuhe, Textilien oder Sitzmöbel) eingebracht.

1979 hat das Bundesgesundheitsamt vor der Anwendung der „PCP Stoffe in Innenräumen gewarnt.

Seit etwa 1985 wurde von den meisten Holzschutzmittelherstellern in Deutschland auf PCP verzichtet.

Im Dezember 1989 wurde Herstellung, Verwendung und das In-Verkehr bringen von PCP verboten.

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Permethrin

Permethrin, ein Insektizid, das gegen Mottenbefall eingesetzt wurde.

Auch in Insektensprays, Elektrover¬dampfern und Antiflohmitteln wurde der Wirkstoff eingesetzt.

Das ehemalige Bundesgesund¬heits¬amt hat aus Vorsorgegründen den Einsatz beschränkt.

Pyrethroide können das Nervensystem schädigen. Es wird auch berichtet, dass ein Hautkontakt mit Permethrin zu allergischen Reaktionen führen kann.

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Schimmelpilze

Schimmelpilze im Haus schaden der Gesundheit

Pilze werden grob in drei Hauptgruppen aufgeteilt:

Es gibt über 100.000 Pilzarten, zumeist Schimmelpilze.

Unter diesen gibt es einige wirklich für die Gesundheit des Menschen gefährliche Arten, wahrscheinlich nur etwa 10. Andere können durch eine besonders hohe Konzentration ebenfalls gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen.

Sind Pilze immer gefährlich?
Die meisten Pilze sind nützlich für Menschen und Natur. Ohne die hochaktiven und lebensnotwendigen Pilze gäbe es keinen gesunden Waldboden, kein natürliches Recycling (z.B. Kompost) und einige Bier- und Brotarten, Käse- und Milchprodukte und sogar Medikamente weniger.

Pilze sind überall zu finden.

Kein Kubikmeter Luft, kein Quadratmeter Boden und kein Gramm Staub ist ohne Pilze

In Innenräumen geht es um die Erkennung und Vermeidung der kleinen Gruppe der krankmachenden Pilzarten und um die Gewährleistung normaler, umwelttypischer Pilzzahlen. Überdurchschnittlich hohe Pilzzahlen und biologisch kritische Pilzarten gehören in keinen gesunden Haushalt.

Eines der Hauptprobleme bei den Schimmelpilzen ist deren Bildung von Mengen winzig kleiner Sporen in kurzer Zeit, die sie in die Raumluft entlassen, von uns eingeatmet oder verschluckt werden und sich zu neuen Schimmelpilzkolonien entwickeln

Alle diese Mikroorganismen können Allergien auslösen. Sporen überleben extreme Bedingungen, Säuren und Basen, Frost und Hitze, viele chemische Stoffe und die meisten Staubsauger... und halten sich problemlos über Jahre und Jahrzehnte. Wenn sie austrocknen sterben sie nicht, sie warten nur auf bessere Bedingungen.

Vielleicht haben Sie schon mal vom "Fluch der Pharaonen" gehört? Nach Öffnen der Grabkammern eines Pharaos in Ägypten, starben die Forscher innerhalb weniger Jahre - an einem Schimmelpilz.

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Wohngifte

In Innenräumen zu Hause oder am Arbeitsplatz begegnen wir mittlerweile hunderten meist völlig überflüssigen chemischen Substanzen. Sie entstammen Baumaterialien, Kunststoffen, Klebern, Lacken, Farben, Beschichtungen, Geräten, Teppichen und anderen Bodenbelägen (Laminat), Tapeten, Textilien, Matratzen, Möbeln, Reinigungsmitteln, Holzschutz - und Insektenvernichtungsmitteln uam.

Allergien, Asthma, Atembeschwerden, Lungen - und Bronchialleiden, chronische Schleimhautreizungen und Infektionen, Haut -und Augenkrankheiten nehmen seit Jahren immer mehr zu. Es geht um Krankheiten von Organen, die mit unserer uns umgebenden Luft in Kontakt stehen.

Häufigste Gifte

Formaldehyd und andere giftige Gase wie Ozon, Chlor, Stadt -, Industrie - und Erdgas, Verbrennungsgase wie Kohlenmonoxid und Stickstoffdioxid.

Lösemittel und leichtflüchtige Schadstoffe wie Aliphate, Alkane, Alkohole, Amine, Aromaten, Ester, Ether, Glykole, Isocyanate, Ketone und Terpene.

Biozide und andere schwerflüchtige Schafstoffe wie Pestizide, Insektizide, Fungizide, Holzschutzmittel, Flammschutzmitel, Weichmacher, PCB und PAK.

Schwermetalle und andere anorganische Schadstoffe, Verbindungen und Salze.

Asbest - , Mineral - und andere Fasern, sowie Partikel.

Die Industrie ist erfinderisch. Es gibt über 100.000 chemische Einzelstoffe und mehr als eine Million chemischer Mixturen, aber nur etwa 400 Grenzwerte und diese meist nur für Arbeitsplätze.

Bei einigen Stoffen sind Gesundheitsgefahren erwiesen, bei den meisten weiß man jedoch noch nichts hinsichtlich Langzeitrisiken und Wechselwirkungen.

Neueste Gefährdung wird durch die sogenannte NANO-Technologie hervorgerufen, kleinste Einheiten auch bekannter Stoffe entwickeln auf Grund ihrer geringen Größe besondere Eigenschaften - gewollte und ungewollte!

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